Wir über uns

Lehre und Weiterbildung der Radiologie in der Schweiz:
die ersten 50 Jahre

In ihren Anfängen befasst sich die Radiologie ausschliesslich mit der Röntgendiagnostik und der Röntgentherapie. In der Mitte des 20. Jahrhunderts kommen die Nuklearmedizin und neue Formen der Radiotherapie hinzu.

1926-1928Erste ausserordentliche Professuren für Medizinische Radiologie in der Schweiz:
– Alfred Rosselet (Universität  Lausanne, 1926)
– Max Lüdin (Universität Basel, 1927)
– Hans-Rudolf Schinz (Universität Zürich, 1928)
1932Schaffung des Spezialarzttitels für Radiologie (Diagnostik und Therapie in drei Jahren).
1934Radiologie wird eidgenössisches Unterrichtsfach für das Medizinstudium.
1935Erster Lehrstuhl für Medizinische Radiologie (René Gilbert, Universität Genf).
1939Verlängerung der Weiterbildungsdauer auf vier Jahre.
1963Radiologie wird Prüfungsfach bei den eidgenössischen Medizinalprüfungen

Lehre und Weiterbildung der Radiologie in der Schweiz:
die zweiten 50 Jahre

Die Evolution der Bildgebungstechniken und der Radiotherapie und der damit verbundene Wissensumfang bedingen eine stetige Verlängerung der Weiterbildung und führen schliesslich zur Definition der drei separaten Disziplinen
– Radiologie
– Nuklearmedizin
– Radioonkologie

Die SGRNM setzt Marksteine in der Weiterbildungsqualität.

1964Neue Titel-Bezeichnung: Spezialarzt für Radiologie und Nuklearmedizin (fünf Jahre).
1967Verlängerung der Weiterbildungsdauer auf sechs Jahre.
1977Die SGRNM richtet als erste schweizerische Fachgesellschaft fakultative Prüfungen aus.
1979Neue Titelbezeichnung: Spezialarzt FMH für Medizinische Radiologie, speziell Röntgendiagnostik (vier fachspezifische Jahre + 1). Es bleibt ein “tronc commun” mit der Nuklearmedizin und Radioonkologie.
1987Das Bestehen der 1. und 2. Teilprüfung wird obligatorisch für die Erlangung des FMH-Diploms für den Spezialarzt Medizinische Radiologie.
2001Schaffung des eidgenössischen Facharzttitels  für Radiologie (fünf fachspezifische Jahre + 1) sowie separater Facharzttitel für Nuklearmedizin und Radioonkologie, ohne “tronc commun”.
2009Die Weiterbildung für den Facharzttitel Radiologie besteht fortan – in Anpassung an die meisten europäischen Länder – aus fünf fachspezifischen Jahren.
2010Im Rahmen der Bologna-Studienreform wird der Studentenunterricht in Radiologie durch die Masterprogramme der einzelnen Fakultäten definiert. Das Fach Radiologie wird – wie auch im eidgenössischen Staatsexamen – zunehmend als Transversaldisziplin integriert.